Wissenswertes
Spannendes Wissen über die faszinierende Welt der Kamele – von der Biologie bis zur Wesensart.

Wildkamel vs. Hauskamel
Im Vergleich zum Hauskamel ist das Wildkamel langbeiniger und schlanker. Die Höcker sind kleiner und kippen nie seitlich über, wie dies beim Hauskamel oftmals der Fall ist. Das Fell ist weniger dicht und zottig, und im Gegensatz zum Hauskamel einheitlich sandbraun gefärbt. Auch in ihrer Wesensart unterscheiden sich Haus- und Wildkamel deutlich voneinander.
Das Hauskamel (Dromedar) – das einhöckrige Kamel Nordafrikas und Südwest-Asiens – ist heute nur noch als Haustier bekannt. Seine Wildform ist mittlerweile ausgestorben. Auch vom Zweihöckrigen Kamel (Trampeltier) glaubte man lange Zeit, dass es in freier Wildbahn nicht mehr existiere, bis 1878 erstmals wieder Wildkamele wissenschaftlich beschrieben wurden.

Die Schwielensohler
Das zweihöckrige Kamel gehört zur Unterordnung der Schwielensohler. Diese unterscheiden sich von fast allen anderen Paarhufern dadurch, dass sie nicht mit den Spitzen ihrer Finger und Zehen den Boden berühren, sondern mit den Sohlenflächen der Endglieder.
Ihre Zehen sind mit dicken, federnden Schwielenpolstern ausgerüstet. Diese verhindern das Einsinken im Sand, mindern den Verschleiß der kleinen Hufe auf sandigem Boden und schützen zudem vor der glühenden Hitze des Wüstenbodens.

Das Wüstenschiff
Das zweihöckrige Kamel ist perfekt an extreme Lebensräume angepasst. In der mongolischen Wüste Gobi trotzen sie Temperaturschwankungen von -40°C in frostigen Wintern bis zu +40°C an heißen Julitagen.
Sie können tagelang ohne Wasser sein und einen Flüssigkeitsverlust von fast 50% ihres Körpergewichts überleben.
Muskeln zum Verschließen der Nüstern, lange dichte Wimpern und behaarte Ohren schützen vor peitschendem Sand.

Die Wesensart
Hauskamele sind ausgesprochen gutmütige und sanfte Tiere. Das wilde zweihöckrige Kamel hingegen ist besonders scheu und nimmt Menschen schon aus Kilometern Entfernung wahr.
In ihrer Fortbewegung nutzen sie den sogenannten Passgang, bei welchem jeweils beide Beine derselben Seite gleichzeitig bewegt werden. In diesem Gang erreichen sie kurzzeitig Geschwindigkeiten von über 60 km/h – sie sind damit schneller als ein galoppierendes Pferd mit Reiter!
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Nichts geht über ein echtes Erlebnis mit diesen wunderbaren Tieren.